Grillfest 2019

Alle Jahre wieder!

Zahlreiche Kinder vergnügen sich an dem Sonntagnachmittag auf den Fahrgeschäften und ihre Eltern lassen sich eine Maß Bier schmecken. Sirenen ertönen und die verlockenden Stimmen der Jahrmarktsprecher wehen zu uns herüber. Von überall her ertönt Musik, doch wir stellen uns dem mutig entgegen und lauschen den Klängen jüdischer Musik, denn es ist Zeit für das berühmte Erlanger Grillfest unserer Gemeinde! Auch das regnerische Wetter macht es uns nicht leicht, sodass das leckere Barbecue leider drinnen verspeist werden muss. Das Buffet, bestehend aus Salaten, Fleischspießen, Falafeln und Humus, schrumpft immer mehr und mehr, während der Gemeinde-raum sich mit Gesprächen, Musik und vielen Lachern füllt. Mit vollen Bäuchen und guter Laune wagen wir uns erneut nach draußen in den blühenden Garten. Die kleine Idylle heißt uns herzlich willkommen und schenkt uns ein paar sonnige Augenblicke. Kinder stürmen auf die selbsternannte Bühne und tanzen fröhlich vor den Musikern, wohingegen die Studenten sich in eine ruhige Ecke zurückziehen und ihre Kommilitonen auf den neuesten Stand der Dinge bringen. Aber auch der Vorstand lässt sich nicht entgehen, mit der Gemeinde und Freunden ins Gespräch zu kommen, köstliche Wassermelonenstücke zu verteilen und zum Gruppenfoto zu rufen! Während alle verwirrt durch zwei unterschiedliche Fotografen abwechselnd in verschiedene Richtungen strahlen, ist das Volksfest im Hintergrund völlig vergessen. Natürlich dürfen auch die Debatten über Politik, Antisemitismus und die kommenden Veranstaltungen nicht fehlen – ein gelungener Abend ganz nach unserem Geschmack!
So machen die ausgelassene Stimmung, das köstliche Essen und die jüdischen Klänge das Grillfest ein weiteres Mal zu einem vollen Erfolg! Und so heißt es wieder: Bis zum nächsten Mal!

Italien: Wanderung der jüdischen Studentenvereinigung Erlangen

Auch dieses Jahr im Juni hat die Jüdische Studentenvereingung Erlangen für ihre Studenten mehrere Wanderungen in Italien und eine Reise nach Venedig organisiert. Die Studenten waren 4 Tage lang unterwegs.            
Am ersten Tag nach einer langer Fahrt bestiegen wir den Monte Castello Di Gaino 866m.
Am zweiten Tag haben den Riesen Monte Baldo bezwungen und sind auf seine Spitze geklettert. Vom Dach des Monte Baldo wurden wir mit einem zauberhaften Blick auf den schönen Gardasee belohnt. Mit dem Wetter hatten wir auch Glück. Die Temperaturen lagen zwischen 20 und 23 Grad Celsius. Der Sicht war auch so klar, dass wir unseren Augen mit dem klaren blauen Wasser des Sees was Gutes tun konnten. Am dritten Tag sind wir nach Venedig gefahren. Dort haben wir das jüdische Viertel besichtigt und uns die schöne Stadt mit ihren alten Brücken und Gasen angeschaut. Wir haben uns eine Gondel gemietet und durften die Stadt auch vom Wasser aus erleben. Am vierten Tag sind wir zu den Dolomiten gefahren. Genauer zu den Drei Zinnen, die seit 2006 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt worden sind. Wir sind 14 km um die Drei Zinnen gewandert. Die Drei Zinnen sind fast 3000 Meter hoch. Daher lag noch viel Schnee auf den Wanderwegen. Die Natur um die drei Zinnen war traumhaft schön. Der Weg dorthin war so schwierig und lang, dass wir schon um 5 Uhr morgens aufstehen mussten. Aber das hat sich überaus gelohnt und alle waren zufrieden.

Chanukka-Feier 2018

Unser jährlicher Chanukka-Leuchter und das öffentliche Chanukka-Fest auf dem Hugenottenplatz der Stadt Erlangen ist schon zur Tradition geworden.

Das Anzünden der Lampen und die Wartung sind für unsere kleine jüdische Gemeinde jedes Jahr eine große Aufgabe. Unsere Lampen brennen mit Öl und werden nicht mit Strom versorgt. Die Öllampen müssen regelmäßig gereinigt und neu gefüllt werden, bis zum Ende des Festes sind einige Liter Öl und Dochte verbraucht. Mit einem Kännchen Öl kommen wir leider nicht aus. Die Erinnerung der Chanukka- Geschichte gibt uns Kraft und Würde.

Wir feiern mit der Stadt Erlangen den Sieg der Makkabäer über das große hellenistische Heer, wir feiern die Wieder- Einweihung des Tempels und wir feiern das Wunder: ein Krüglein Öl reichte zum Entzünden des siebenarmigen Menoras im Tempel nicht nur einen Tag, sondern acht Tage. Diese Geschichte steht symbolisch für das Licht, dass eine furchterregende Finsternis vertreibt. Die Menschheit voranzubringen, wenn andere sie ins Chaos stürzen wollen, das ist Chanukka. Chanukka ist eine achttägige spirituelle Reise, die Historie können wir als das Äußere von Chanukka betrachten, das Innere ist Meditation, Freude, Wärme und Licht- nicht nur zu Hause in den Familien, sondern auf der ganzen Welt. Wir können Licht für alle finden, wir bringen Licht, wenn wir uns begegnen, uns respektieren und einander achten. So ist es uns jedes Jahr eine Freude, diese Emotionen mit der Stadt teilen zu können.

Konzerte 2018

Die schon bekannten Konzerte in der Jüdischen Kultusgemeinde (finanziert vom Zentralrat der Juden) erfreuen sich bereits an einem guten Musikkennerkreis.

Mit dem Nodelmann-Quartett und Ina-Esther Joost Ben-Sasson konnten wir alle Erwartungen erfüllen.

Das Nodelman-Quartett mit Misha Nodelman 1. Violine, Evgenij Selitski 2. Violine, Andreas Kolinski Viola und Mark Mefshut Violoncello gehört schon längst zu den Geheimtipps der Klassikszene als eines der besten Streichquartette Deutschlands.Neben der Konzertbühne hebt sich das Nodelman-Quartett immer wieder durch Friedensprojekte hervor. Ihr gemischtes Programm mit „Verfemten Komponisten“ übertraf die Erwartungen des anspruchsvollen Publikums.

Ina-Esthet Joost Ben-Sasson gehört zu den renommiertesten israelischen Cellisten.Joost absolvierte ihr Studium an der Hochschule für Musik in Hamburg und bestand das Konzertexamen mit Auszeichnung. Sie imigrierte nach Israel und wurde erste Solocellistin des Jerusalem Symphonie Orchestra. Heute ist sie freiberuflich tätig. Der jüdischen Gemeinde bot sie ein Gesprächskonzert an: „Israelische Cellomusik: Generationen israelischer Komponisten und ihre Inspirationsquellen“ Ein sehr feinfühliges, musikalisch emotionales Konzert, das alle begeistern konnte.

Auch in diesem Jahr können wir uns dank des Zentralrats über weitere Konzerte freuen und Musiker wie Liv Migda (02.06.2019, 16h), das Yehi Shalom Trio (1.12., 16h) oder Songwriter & Propheten (12.5, 16h)  in unsere Gemeinde einladen. Selbstverständlich sind Mitglieder anderer jüdischer Gemeinden auch eingeladen, den wohltuenden Klängen zu lauschen.

Schweiz: Herbstwanderung des Studentenvereins

Vom ersten bis zum fünften Oktober 2018 hat der Jüdische Studentenverein Erlangen eine Herbstwanderung für seine aktiven Mitglieder in der schönen Schweiz organisiert.
Dieses Mal haben sich die Studenten für die Schweiz entschieden, weil eins der aktivsten Mitglieder des Vereins, sein praktisches Jahr dort verbrachte.
Die Wanderziele waren Davos und Arosa mit ihren schönen Tälern, Gebirgen und Wäldern. Am ersten Tag sind wir in Arosa auf den Weishorn hochgewandert. Von seinem Gipfel konnten wir die unglaublich zauberhafte Natur mit ihrer Vielfalt um Arosa genießen. Am Freitag haben wir nur eine Mittelstrecken-Wanderung um den Stausee „Isel“ gemacht. Um 15:00 Uhr waren schon in unserer Unterkunft zurück, weil wir uns für den Schabbat vorbereiten wollten. Wir haben gemeinsam gekocht und Challot gebacken.
Am Sonntag sind wir nach Davos gefahren. Dort sind wir etwa 16 km bis nach Sertig-Dörfli gewandert. Nach einer Erholungspause sind wir weiter zum Ducanbach Wasserfall.
Unser kleiner Ausflug war wie immer ein voller Erfolg reich an beeindruckenden Bildern und wundervollen Erfahrungen.

Neujahrsempfang 2018

Zu unserem Neujahrsempfang zwischen Rosh HaShana und Jom Kippur waren der Bürgermeister der Stadt Erlangen, die Stadträte, Fraktionen, Vertreter anderer religiösen Gemeinschaften, Polizei und unsere Sicherheitsbeamten geladen.
Die Begrüßungsrede mit Rückblick auf das letzte Jahr und Informationen über die Jüdische Kultusgemeinde hielt Ester Limburg-Klaus. Herr Oberbürgermeister Dr. Janik bedankte sich in seiner Rede bei der Jüdischen Kultusgemeinde für die gute Zusammenarbeit und hob hervor, wie wichtig Jüdisches Leben in Erlangen ist. Andere Redner sprachen den neuen Antisemitismus in jeder Form an und wünschten sich und der Welt Frieden. Es war eine gelungene Veranstaltung. Am Buffet und an runden Tischen wurde anschließend noch lebhaft diskutiert.